Geschäftslokal   Mit                             Schauproduktion

Neubaugasse 80

1070 Wien

 

Öffnungszeiten:

Di bis Fr     11 - 19 Uhr

Sa              11 - 18 Uhr

 

NOBNOBs Die Bonbon Manufaktur e.U.

Tel.: +43 (0)676 922 78 71

                        Veranstaltungen

Kontakt

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Geschichte der Bonbons:

 

Schon im 7. Jahrhundert (600 n. Chr.) entdeckten die Perser wie aus Zuckerrohrsaft Zucker gewonnen werden kann. Etwa 100 Jahre später wurde „Fanid Chsai“, eine bonbonartige Masse aus Fruchtsaft und Zucker in der Region gehandelt und eroberte fortan die Fürstenhäuser Arabiens und kam über die Seidenstaße nach Europa, wo sie bei Kaisern und Königen kredenzt wurden.

 

Eine Erzählung besagt, dass König Heinrich IV (1553–1610) zu seiner Hochzeit 1572 Zuckerwaren anbieten ließ. Die Kinder sollen daraufhin ausgerufen haben „Bon!“ (französisch: gut) und als Steigerung „Bon! Bon!“, wodurch die Bezeichnung Bonbon entstanden sein soll. Durch den Zuckerrübenanbau und die Industrialisierung der Produktion wurde Zucker immer preiswerter und zu einem Produkt des täglichen Bedarfs.

 

Die industrielle Bonbonproduktion in Deutschland geht auf Franz Stollwerck zurück. Er gründete 1839 in Köln eine Mürbebäckerei und erkannte schnell, dass „Brustbonbons“ wegen der damals häufigen Hals- und Lungenerkrankungen sehr gefragt waren. Da er in seiner Gesellenzeit in Paris das Karamellisieren, also das Kochen von Zucker und Mischen mit allerlei Kräutern und Früchten erlernt hatte, erweiterte er seine Conditorei um eine Bonbonfabrik. Hier produzierte er ab 1841 „Stollwerck’sche Brustbonbons“ und geriet durch seine Verkaufserfolge schnell in einen Rechtsstreit mit den Apothekern, die sich die Produktion solcher Arzneien und Heilmittel vorbehielten. Nach zahlreichen Prozessen erreichte er einen Ministerialerlass vom 2. Januar 1846, wonach es „den Konditoren des ganzen preußischen Staates nicht verwehrt sei, Karamellen, Bonbons und andere Waren herzustellen und zu verkaufen“.

 

Wien wurde durch die Habsburger zu einem bedeutenden Zentrum der Confiserie-Kunst und Süßspeisen-Küche. So entstanden zahlreiche K.u.K. Hofzuckerbäckerein, Confiserie-Geschäfte und Zuckerl-Hersteller. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts begann dann das Sterben dieses alten Handwerks in Österreich und geriet immer mehr in Vergessenheit.

 

Seit Oktober 2013 gibt es wieder eine Zuckerlmanufaktur in Österreich, NOBNOBs in Wien.